After the show: Und ewig rausch(t)en die Gelder

Wieder ist unser Theaterwochenende mit zwei Aufführungen vorbei und wir sind geschafft, glücklich, müde und dankbar für unser Publikum! Viel Arbeit steckte in den Vorbereitung zu dieser Komödie, aber es hat sich gelohnt. Unsere Bemühungen um rasante Dialoge, peinliche Momente, echte Brüller und filmreife Stunts waren offensichtlich erfolgreich.

Monika Jost-Ullmann schreibt dazu folgendes:

Und ewig rauschen die Gelder

Verwechslung und Verwirrung im großen Stil brachte das Publikum des Hermann-Maas-Hauses am 22. und 23. November zum Lachen. Die Komödie von Michael Cooney: „Und ewig rauschen die Gelder“ wurde von den 10 Spielerinnen und Spielern der Theatergruppe gekonnt wiedergegeben und traf genau den Geschmack des Publikums.

Holger Neumann wirrte als getriebener Betrüger Eric Swan hektisch über die Bühne, denn es galt immer wieder neue Komplikationen eines Lügenkonstruktes um seine erschlichenen Einnahmen von dem Sozialamt zu vertuschen. Hilfreich zur Seite stand ihm Andreas Leukert-Knapp, der als Norman Basset, glaubhaft und gekonnt jede neue Komplikation meisterte. Christiane Kaltschmitt spielte als Mrs. Jenkins die Dame vom Amt ganz hinreißend. Auch nach mehreren Gläsern Sherry versuchte sie den Überblick zu behalten, was eigentlich kaum möglich war. So erlag auch Katja Ludwig, die Frau Linda Swan spielte, sehr bald den Täuschungen ihres Mannes. Zum erweiterten Kreis des Betruges zählte auch die Figur des Onkels George, der originell von Matthias Methner verkörpert wurde. Der in langen Unterhosen, an eine Bahre angeschnallt und als vermeintlich Toter über die Bühne flitzende Methner wird sicherlich in die Anekdoten der Theatergruppe eingehen. Sehr überzeugend gab Helen Albrecht die Frau von der Familienfürsorge Sally Chessington. Mit großen Gesten und viel Empathie versuchte sie Nächstenliebe unter den Bedürftigen zu verteilen. Hilfreich zur Seite stand ihr hier Thomas Wenzel als Bestatter Mr. Forbright, dessen blaue Handschuhe klar seinen Auftrag symbolisierten: Weg mit dem unhygienischen Toten. Kaum wieder zu erkennen war Christoph Fauser, alias Dr. Chapman, perfekt geschmiert und gespielt, versuchte er mit dem Notizblock in der Hand die Übersicht zu behalten. Katrin Weißer als Verlobte Brenda Dixon geriet in den Strudel der Ereignisse. Ihre Verzweiflung war ihr deutlich ins Gesicht geschrieben. Gegen Ende des Stückes kam dann Katja Windisch als Mrs. Cowper, Chefin des Sozialamtes ins Spiel. Streng und unerbittlich erlöste sie letztendlich das Publikum und den armen Eric Swan aus all den Irrungen und Wirrungen dieses heiteren Abends.

Souffleuse Tatjana Abel-Miloseska und die Licht- und Tontechniker Jenny Moschek und Matthias Müller hatten einen großen Anteil am Gelingen der Komödie.

Und ewig rauschen die Gelder

Und ewig rauschen die GelderUnd ewig rauschen die Gelder
Von Michael Cooney
Eric Swan bringt es nicht übers Herz, seiner Frau Linda zu gestehen, dass er vor zwei Jahren seinen Job verloren hat. Der wöchentliche Scheck vom Sozialamt für seinen gerade nach Kanada ausgewanderten früheren Untermieter ist die finanzielle Rettung und gleichzeitig der Anfang einer zweiten Karriere als Virtuose im Spiel mit der großzügigen britischen Sozialverwaltung. Während Linda glaubt, er würde jeden Morgen wie sie zur Arbeit gehen, löst Eric eine Lawine staatlicher Hilfsbereitschaft aus, indem er zusätzlich zu seinem  Untermieter noch Dutzende weiterer hilfsbedürftiger Hausbewohner erfindet und das soziale Netz zum Trampolin für ungeahnte finanzielle Höhenflüge macht. Er beantragt und erhält Alters-, Invaliden-, Unfall- und Frührente, Schlechtwetter-, Kranken-, Wohn- und Kindergeld, sogar die Schulmilch lässt er nicht aus. Als dann eines Tages eine Außenprüferin des Sozialamtes vor der Tür steht, beginnt eine aberwitzige Verwechslungs- und Verwandlungskomödie, an deren Ende eine Überraschung für das nicht mehr erwartete Happy-End sorgt. Michael Cooneys Erstling steht ganz in der Tradition englischer Komödien-Autoren. Mitten aus dem Leben gegriffen, lassen Wortspiel und Situationskomik kein Auge trocken.

Das Theater Blumhardt spielt am 22. + 23. November 2013 jeweils um 19.30 Uhr die herrlich turbulente Komödie im Hermann-Maas-Haus.

Herzliche Einladung dazu.

Cash On Delivery – Und ewig rauschen die Gelder

2013 steht im Zeichen der rasanten Komödie: Michael Cooney hat mit Und ewig rauschen die Gelder (Originaltitel: Cash On Delivery) alle Spielarten unseres Sozialversicherungssytems unter die Lupe genommen. Herausgekommen ist Eric, der mit Untermieter Norman und Frau Linda wohnt. Nicht zu reden von den Mitbewohnern, die nur auf dem Papier existieren. Das Stück nimmt seinen Lauf…

Aufführung am 22. und 23. November 2013. Bis dann!

„Der letzte Sommer“ ist geschafft…

…das war wieder eine Woche mit vollem Programm! Hauptprobe, Generalprobe, zwei Aufführungen und dann war am Sonntag noch der Termin zum Bühne-Abbauen. Puh.

Wir sind alle sehr zufrieden wie das Stück unserem Publikum gefallen hat und freuen uns über die Rezension von Monika Jost-Ullmann:

Der letzte Sommer – Theater Blumhardt entwirrt ein Beziehungsgeflecht auf der Bühne des Hermann-Maas-Hauses

Am 16./17. November kehrte erneut der Spätsommer auf die Theaterbühne zurück. Die tragische Komödie „Der letzte Sommer“ von Neil Simon führte uns zurück in die 50er Jahre. Eine idyllische Veranda, ein romantischer Garten und eine Familie mit diversen Beziehungsproblemen standen im Mittelpunkt des Schauspiels. Wortwitz und tragische Szenen wechselten sich in erquickender Weise ab und verschafften dem Publikum einen kurzweiligen Theaterabend.

Im Mittelpunkt des Geschehens standen Burt Hines und seine Tochter Josie (Matthias Methner und Helen Albrecht). Der herzkranke, bleiche Burt, dessen Lebenszeit sich seinem Ende neigte und die schlagfertige, intelligente Josie zogen das Publikum schnell in ihren Bann. Abgerundet wurde dieses Trio durch Filomena (Katja Windisch), der resoluten, lebenserfahrenen und skeptischen Haushälterin, die hinter jedem Busch die kommende Gefahr witterte.

Die kam denn auch in Gestalt einiger, teils skurriler Gäste, die gemeinsam mit der Familie die vitalen Gefühle zwischen Liebe, Freundschaft und Verwelken teilten. Burts geschiedene Frau Annie (Christiane Kaltschmitt), die trotz Trennung noch immer zärtliche Gefühle für ihren Burt hegte, Kenny (Holger Neumann) der von Josie frisch Entlobte, Ray (Andreas Leukert-Knapp) der von Josie Begehrte, Vinnie Basani (Thomas Wenzel) der Mafioso und Haifischjäger aus Miami, Samii (Katja Ludwig) die naive Blonde und nicht zuletzt Luciano (Christoph Fauser), Filomenas nach sieben Jahren plötzlich zurückgekehrter Ehemann.

Sehr gut waren die Rollen besetzt. Alle Spieler liefen zu ihrer Bestform auf. Das tragische, geschiedene, gefühlvoll gespielte Ehepaar, die ausdrucksstarke Josie mit ihren diversen Lovern – oder Möchte-gern-Ehemännern gaben die heiter bis melancholische Kernfamilie. Einen besonderen Akzent setzte das „Sich-Neuzusammenfinden“ zwischen dem lange getrennten Paar Filomena und Luciano – ein Schlagabtausch der besonderen Klasse. Auch das neue Liebes-Duo Samii und der Mafioso, die sich perfekt in die Rolle der Naiven bzw. des Prolos einfanden, spielten einfach überzeugend. Sarkastisch bis zur Selbstironie, als Loser der Partie zeigte Kenny sein Bestes und Ray schmachtete glaubhaft für seine Josie dahin.

Im Hintergrund wirkte Katrin Weißer als Souffleuse. Daniel Horsch und Michael Weiss, die für Ton und Technik Verantwortlichen, sorgten für einen reibungsfreien Ablauf des Theaterabends.

Gut unterhalten verließ das zahlreiche Publikum nach guten zwei Stunden das Hermann-Maas-Haus. Die bange Frage bleibt: Wie lange noch können solche Aufführungen, die nun schon seit Jahrzehnten das Gemeindeleben bereichern, stattfinden? Der drohende Rückbau des Gemeindehauses wird auch für diese vergnüglichen Stunden einen tiefen Einschnitt bedeuten.

Monika Jost-Ullmann

Aufführung am 16. und 17. November 2012

Um das Scheitern und Gelingen von Beziehungen kreist die Tragikomödie „Der letzte Sommer“ von Neil Simon, angesiedelt im Amerika der 1950er Jahre:
Warum ließ Annie sich nach 23 Ehejahren von Burt scheiden, kommt aber trotzdem nicht von ihm los?
Wie soll Tochter Josie ihr verzeihen, dass sie die Familie verlassen und ihrem Dad das Herz gebrochen hat?  Wo sie sich selbst gerade kurz vor der Hochzeit von Kenny entlobt hat, weil er nicht der Richtige war…
Ray hingegen wäre der Richtige, hat sie aber vor einem Jahr abserviert! Außerdem ist er Kennys Blutsbruder und mit Samii liiert, für die er aber viel zu anstrengend ist… weshalb sie sich mit Vinnie einläßt, weil der nie denkt! Und wie bitte schön soll Filomena damit umgehen, dass Luciano, der sie vor sieben Jahren sitzen gelassen hat, plötzlich wieder auftaucht, um ihr seine Liebe zu gestehen?
Erleben Sie mit, wenn all das im Sommerhaus der Familie Hines diskutiert und erlitten wird und machen Sie sich auf Turbulenzen gefasst.

Unser Stück für 2012: Der letzte Sommer

Dieses Jahr proben wir, wieder mit einer Rekordbesetzung (9 Personen!), Der letzte Sommer von Neil Simon.

Ein Sommerhaus im ländlichen Pennsylvania: so manches verflossene, neu- und wiedergefundene Paar trifft sich in der Sommerfrische und lässt Burt Hines, von Herzinfarkten gezeichnet, seinen letzten Sommer erleben.

Bis zu den Aufführungen am 16. und 17. November 2012 ist noch viel zu tun, aber wir freuen uns schon jetzt auf alle Besucher!

Volles Haus für die Lehrernacht

Große Freude! Beide Aufführungen waren ausverkauft und wir haben viele positive Kommentare bekommen. Danke an alle, die uns unterstützt haben!

Theater Blumhardt 2011Monika Jost-Ullmann war so freundlich und schrieb eine Rezension:

Ja, so kann man es sich vorstellen: Übermüdete, frustrierte, überforderte Lehrerinnen und Lehrer bei einer Sondersitzung des fiktiven Hölderlingymnasiums an einem kalten Winternachmittag. Hinein gepflanzt in eine atmosphärisch nüchterne Räumlichkeit. Ein Lehrerzimmer mit dampfender Kaffeemaschine, unpersönlichen Utensilien, ohne Harmonie, abgesehen von ordentlich gereihten Aktenordnern im schwarzen Wandschrank.
Das Stück Lehrernacht von Bodo Kirchhoff wirkte lebensnah inszeniert. Das Publikum schlüpfte sofort in die Rolle des Voyeurs. Technisch brillante Einspielungen perfektionierten das Seh- und Hörerlebnis.
Worum es ging? Eine Entscheidung sollte gefällt werden. Darf ein Schüler aufgrund eines Verdachtes auf Vergewaltigung einer Mitschülerin aus der Schulgemeinschaft ausgeschlossen werden oder gilt: In dubio pro reo?
Leidenschaftlich und sehr persönlich kämpften die zu Rate gezogenen Fachlehrer um ihre eigene Position. Der eingeblendete melancholische Humanist Hölderlin wirkte sinnstiftend, sein Porträt schwebte über den Gedanken der Juroren.
Die Rektorin des Gymnasiums dominierte in der Mitte und hielt zunächst die Gesprächsfäden in der Hand. Liberal, im Verlauf der Handlung aber doch zu sehr auf Ruf und Außenwirkung bedacht, entlarvte sich ihr Führungsanspruch als ein Festhalten an Macht, der private Unzulänglichkeiten ausgleichen sollte. Katja Windisch war für diese Rolle perfekt besetzt, eigentlich hätte sie im absolutistischen Sinne gerne auf einem Thron sitzen dürfen. Mutig und authentisch spielte Christoph Fauser den stillen Einzelgänger, der hustend und schniefend, fiebrig und voller Feuer die nicht offensichtliche Seite des Falles betrachtete und immer mehr Anhänger seiner Sichtweise fand. Junge Sportlehrer sind in der Regel wie? Fußball besessen, hormongesteuert und chauvinistisch. Diese Schublade bediente  Thomas Wenzel mit Tatoo und Südseekette im Brusthaar gekonnt. Jenny Moschek spielte die Überforderte. Kinder, Beruf, Tatsachen, die von der Mathematikerin sauber analysiert werden wollten. Glaubhaft zeigte sie die Grenzen der Belastbarkeit. Shakespeare, Sommernachtstraum – das passt zu der Rolle von Helen Albrecht – sie lebte uns die Illusionen vor, die noch so manche Junglehrerin der musischen Fächer träumt.
Staub trocken und aufbrausend, besserwisserisch und hinter dem PC verborgen, protokollierte Matthias Methner das Geschehen der Sitzung. Eigentlich hätte der naturwissenschaftliche Lehrer doch viel lieber das zeitgleich laufende Fußballspiel verfolgt. Andreas Leukert-Knapp setzte sich sehr überzeugend in Szene als Lehrer der Geisteswissenschaften. Seine gescheiterte Schlagzeugerkarriere hatte deutliche Spuren hinterlassen. Ein Lehrerehepaar, gespielt von Christiane Kaltschmitt und Holger Neumann beantwortete die zentrale Frage nach der Liebe. Geschickt befreiten sie das Publikum von der Illusion, dass Altruismus eine erkaltete Ehe aufpeppen könnte. Völlig authentisch spielte Daniel Horsch den umsichtigen Hausmeister. Ein Mann der mit beiden Beinen fest im Leben steht und ein Gegengewicht zu den kopflastigen Gesprächen des Lehrerkollegiums bildete. Daniel Horsch zeichnete auch verantwortlich gemeinsam mit Matthias Müller und Christoph Nofer für die moderne Bühnentechnik und half die bis zum Schluss spannende Lehrerkonferenz ins rechte Licht zu rücken.
Die Theatergruppe Blumhardt, mit allen Frauen, Männern und Kindern, die im Hintergrund agierten sorgten für einen krönenden Abschluss des 1. Kirchheimer Kulturherbstes vor stets ausverkauftem Haus.

Nur noch kurze Zeit bis zur „Lehrernacht“

Noch gut zwei Wochen sind es bis zur Aufführung der „Lehrernacht“ am 18. und 19. November. Wenig Zeit, die mit Proben, Bühnenbauen, Stühlestellen, Technik einrichten und Programme drucken gut ausgefüllt ist.

Plakat 2011

In der Woche vor dem 18. und 19. November finden noch Haupt- und Generalprobe statt. So vorbereitet freuen wir uns auf die Aufführung!

2011 – Unsere Pläne, neue Termine

Dieses Jahr haben wir uns für das Stück Lehrernacht von Bodo Kirchhoff entschieden. Neun Lehrer in einem kalten Besprechungszimmer diskutieren das aktuelle Problem an der Schule: der Schüler Viktor Leysen wird beschuldigt, seine Mitschülerin Tizia Jentsch vergewaltigt zu haben.

Und dann ist da auch noch der Hausmeister…

Lehrernacht liegt in Form eines Drehbuchs vor. Was lag näher, als ausgewählte Szenen zu filmen? Am besten in einer echten Schule?

2011 DrehÜbrigens liegen die Aufführungstermine schon fest: am 18. und 19. November wird es soweit sein!

2011 Dreh2011 Dreh

2010 – Die Mausefalle – Bilder

Molly und Giles planen die Zimmerbelegung.

Miss Boyle kommt an.

Der Mann, der aus der Kälte kam.

Major Metcalf bei der Morgenlektüre.

Wer baute St. Paul’s? War es dieser junge Herr?

Noch einer aus der Kälte. Aber mit angepasstem Verkehrsmittel!

Miss Casewell gibt sich undurchschaubar.

Die Wirtsleute werden befragt.

Gegenseitige Verdächtigungen?

Auf der Couch…

Niemand traut mehr dem anderen…

Nur Inspektor Trotter hat alles im Griff.

Das beendende Handgemenge…